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Schlacht bei Jena 1806
Historische Nachstellung

Jena
13.-16. Oktober 2016

RossFoto Dana Krimmling, Pferdefotografie, Fotografie, Reenactment Deutsch Südwest Afrika, Kavallerie, Schutztruppen

Vom 13.10.16 bis zum 16.10.16 organisierte die Arbeitsgemeinschaft „Jena 1806“ e.V. anlässlich des 210. Jahrestages der Schlacht von Jena eine beachtliche Nachtstellung dieses historischen Ereignisses. Immerhin gelang es dem Verein, hierzu ca. 1000 Darsteller aus dem Inn- und Ausland zu mobilisieren, um auf einem Teil des heutigen Flächendenkmals „Schlachtfeld Jena 1806“ Szenen dieser denkwürdigen Schlacht nachzustellen. Anders als die Jahre zuvor gelang es auf preußischer Seite, eine umfangreiche Kavallerie-Einheit von 28 Berittenen zu versammeln. Diese wurde neben sächsischen Uniformierten vor allem durch Darsteller des preußischen Freiwilligenverbandes der Elb-National-Husaren dominiert. Dieser lose Zusammenschluss von begeisterten Reitern aus unterschiedlichen Teilen der Bundesrepublik stellt seit vielen Jahren nicht nur den größten berittenen preußischen Reiterverband dieser Epoche dar; aufgrund seiner stetig verbesserten einheitlichen Uniformierung sowie Reitausrüstung gelingt es den „Elb-Nationalen“ mittlerweile, das Bild einer geschlossenen kavalleristischen Formation zu vermitteln. Da wundert es nicht, dass sich unter diesen Reitern immerhin 10 Mitglieder des DKV befinden. Wobei an dieser Stelle ebenso unsere Mitglieder Torsten Schmidt und Holm Kresse in sächsischen Uniformen sowie Willfried Israel als „Schlesier“ genannt werden müssen. 

Neben der quantitativen Überlegenheit gegenüber den französischen und tschechischen Reitern und hier vor allem gegenüber unseren Freunden der Chasseurs à cheval de la Garde impèriale fiel diesmal vor allem die hervorragende Disziplin und Geschlossenheit der auf preußischer Seite agierenden Reiter auf. Unseren vielen gemeinsamen im Reitsportzentrum des DKV abgehaltenen Trainingslagern bei Karl Wollenhaupt war es zu verdanken, dass die grundlegenden Formationswechsel von der Linie zur Kolonne nicht nur in schwierigen Gelände, sondern ebenso im Getümmel einer üblichen Reenactment-Veranstaltung passabel ausgeführt werden konnten. Eine entschlossene Führung durch Michael Ettrich und unseren zweiten Vorsitzenden Udo Schrötter, die die Formation in zwei getrennten Abteilungen führten, tat dabei ihr übriges. Leider konnten die Chasseurs durch den versierten Einsatz ihrer Karabiner vom Pferd aus ihre numerische Unterlegenheit wettmachen. So führten sie jeweils vor dem Aufeinanderprallen beider Linien einen Formationswechsel zu zwei links und rechts aufmarschierenden Kolonnen zu einem durch, um so die anreitende Linie zu umreiten und von hinten schießend aufzureiben. Gegen solch ein Manöver waren die nicht mit Schusswaffen reitenden Gegenspieler machtlos, so dass sie am Ende der Darstellung berechtigt als taktische Sieger triumphierten. Alles in allem gelang hierdurch eine hochwertige sowie richtungsweisende kavalleristische Darstellung. 

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