Schlachtnachstellung Jena und Auerstedt 2022

Deutscher Kavallerieverband, Schlacht bei Jena und Auerstedt 2022, Reenactment, Kavallerie, Sächsische Husaren

 

Vom 13. bis zum 16. Oktober 2022 fand die aus dem letzten Jahr verschobene 215jährige Jubiläumsveranstaltung der Schlacht bei Jena und Auerstedt vom Jahre 1806 statt.

Die Kameraden des sächsischen Husarenregimentes reisten bereits am Donnerstag in Vierzehnheiligen an und konnten nach erfolgreichem Lageraufbau mit den befreundeten tschechischen Kameraden der Gardedragoner der Kaiserin einen sehr angenehmen Abend verbringen. Am Freitag reisten weitere Kameraden der Elbnationalhusaren, Brandenburger Husaren und der Lützower Husaren an, so daß für den Samstag dann eine sächsisch-/preußische Einheit von 11 Husaren, einem Unteroffizier und einem Offizier bereitstand.

 

Am Samstag vormittag formierten sich die alliierten Truppen und zogen gemeinsam mit uns auf das historische Schlachtfeld, auf welchem damals die Franzosen über Sachsen und Preußen siegten.

Nach einer kurzen Besichtigung des Darstellungsgeländes, was sehr kavalleriefreundlich in einer länglichen kleinen Senke mit Bachlauf, Brücken und Baumgruppen lag, wurde im Ort Lützeroda Mittagsrast gemacht und sich auf dem dortigen Bauernmarkt verpflegt.

Pünktlich um 14.30 Uhr wurde zum Gefecht abgeritten, welches von der Artillerie um 15:00 Uhr eröffnet wurde.

Wir als Kavallerie hatten die Aufgabe, französische Truppen durch häufige Angriffe zu beschäftigen und in die Karreeformation zu zwingen, damit unseren Truppen ein zeitweises standhalten und schließlich ein geordneter Rückzug ermöglicht wurde. Ebenso wurden besonders von den sächsischen Husaren französische Meldereiter im weitläufigen Gelände erfolgreich abgefangen.

Als Gegenspieler hatten wir leider nur die fünf tschechischen Kameraden der französischen Gardedragoner, welche dafür umso entschlossener gegen uns agierten und ihren Kaiser vor Angriffen von uns verteidigten. Der Lauf der Geschichte wurde jedoch auch diesmal nicht von uns geändert, so daß nach einer kurzweiligen Darstellung die Kapitulation der alliierten Truppen erfolgte.

 

Im Anschluß erfolgten der Rückmarsch ins Biwak, die obligatorische Pferdeversorgung und dann endlich der gemütliche Teil bei den verschiedenen Schänken im Ort und im Lager, welche von der ortsansässigen Bevölkerung liebevoll vorbereitet und betreut wurden.

 

Herzlich bedanken wir uns bei allen Einwohnern, Organisatoren, Darstellern und den Pferden, daß es solche feinen, vom historischen Ambiente lebenden Veranstaltungen gibt und wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2026!

 

Jens Untermann

Oktober 2022

 

 

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WELT Geschichte

"Jena und Auerstedt - Preußens erster Untergang" 2006


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