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Schleppjagd des Deutschen Kavallerieverbands

21. Oktober 2017

Ellingen

Luisenjagd, Potsdam, Schloss Sanssouci

Zum dritten Mal fand die Schleppjagd des Kavallerieverbands statt. Als Veranstaltungsort hatten wir Ellingen, die alte Residenz der Fürsten Wrede, ausgesucht. Der berühmte bayerische Feldmarschall Carl Phillip von Wrede hatte 1815 das ehemalige Deutschordensschloss Ellingen vom bayerischen König für seine Verdienste in den napoleonischen Kriegen geschenkt bekommen. Hier lebte und trainierte auch Rittmeister Karl von Wrede, der vor dem Ersten Weltkrieg mit 117 Siegen in 452 öffentlichen Hindernisrennen erfolgreichster bayerischer Herrenreiter war.
Die Frankenmeute, mit denen wir dieses Jahr die Schleppjagd des Verbands durchführten, hatte alles hervorragend vorbereitet und organisiert. Unser Vorstandsmitglied Helmut Brodka, der Jagdherr war und zugleich mit der Jagd seinen 60sten Geburtstag feierte, hatte gerufen, und 52 Reiter, davon 15 Kavalleristen aus Deutschland und der Schweiz, waren gekommen und bildeten das bunte Feld, das bei idealen Wetterbedingungen an den Start ging.

Wieder mit dabei zur musikalischen Untermalung war das Bayerische Trompeterkorps, welches Stelldichein, Jagd und Jagdessen mit traditioneller Kavalleriemusik begleitete und zum besonderen Flair dieser traditionellen Reitjagd wie vor 100 Jahren beitrug. Als es beim Jagdessen dann noch den Strauss-Walzer "An der schönen blauen Donau" zum besten gab, schwangen dann sogar einige Teilnehmer das Tanzbein.

Das Gelände westlich von Ellingen bot ideales Reitgelände mit ausgedehnten Wiesen, abwechslungsreichem welligen Gelände und auch dem einen oder anderen Graben. Die Beagles der Frankenmeute machten ordentliches Tempo, und so ging das bunte Feld zur Freude der zahlreichen Zuschauer, in flottem Galopp dahin.

Nach der ersten Schleppe war unser Jagdherr verschwunden und alle rechneten mit Schlimmem, doch ein richtiger Kavallerist lässt sich nicht von Materialfehlern und Widrigkeiten abhalten. Der Bügel war gebrochen und kurzerhand kam Helmut Brodka ohne Bügel angaloppiert.

Illustre Gäste folgten der Jagd. Ganz besonders erwähnt seinen Frau Elke Herzog vom Hamburger Schleppjagdverein, aus Franken stammend und auf Familienbesuch weilend und Herr Bruno Six Reitsportikone Bayerns, bekannt als Richter, Parcourschef, Vielseitigkeitsreiter und Kommentator u.a. der diesjährigen Deutschen Kavalleriemeisterschaften.

Ausklang fand dieser besondere Tag im festlich hergerichteten ehemaligen Ochsenstall im Wirtschaftsteil des Schlosses.  Als das Bayerische Trompeterkorps beim Jagdessen dann noch den Strauss-Walzer "An der schönen blauen Donau" zum besten gab, schwangen sogar einige Teilnehmer beschwingt das Tanzbein.

Bilder von Dana Krimmling und Doris Frank-Schneider