RossFoto Dana Krimmling Deutscher Kavallerieverband IDMK 2017; kavalleriemeisterschaften; Kavalleriemeisterschaft; kavalleriereiten; pferdefotografie; fotografie; Pferde; Kavalleriepferde; Pferd; Kavalleriepferd; jagdreiten
Teilnahme-bestimmungen
ITK 2018 Teilnahmebestimmungen v 29-06-1
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Internationale Tage der Kavallerie 2018

bis 31.07.2018

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Seydlitz-Tage

12.-13.05.2018

Kavallerielehrgang

Westerhausen bei Quedlinburg

Luisenjagd, Potsdam, Schloss Sanssouci

Großkampfwochenende beim Kavallerieverband mit zwei Veranstaltungen zur selben Zeit: Seydlitz-Tage bei Quedlinburg und Kavallerieturnier in Weißenhorn.

Teil 1 waren die schon traditionellen Seydlitztage in Westerhausen. 22 Reiter hatten sich zu diesem Trainingstagen angemeldet. Unter der Leitung von Burghard Sinna und dem Durchführenden Ausbilder Wolfgang Klepzig wurde den Teilnehmern eine höchst anspruchsvolle,- interessante und abwechslungsreiche Schulung geboten.

Der Freitag begann um 9.00 mit dem Appell und der Einteilung der Reiter in drei Gruppen.

Im Rotationsprinzip durchliefen die Gruppen dann auch 3 Stationen.

1. Station Dressurarbeit Durchführender Wolfgang Klepzig,

2. Station Ausbildung Lanze, Säbel/ Degen Jens Nguyen

3. Station Schießausbildung Pistole, Gewöhnung an den Schuss Michael Krämer.

Die Dressurarbeit erfolgte auf dem Sandplatz. Dank des, am Vortage gefallenen Regens war es nicht mehr ganz so Trocken. Dennoch war der Boden tief und die Pferde mussten sich sehr mühen.

Lösende und geraderichtende Übungen sowie das Heranholen des äußeren und inneren  Hinterbeines standen diesmal auf dem Programm.

Bei der Ausbildung mit der Lanze und dem Degen zeigte sich besonders unser Nachwuchs interessiert.

Für drei von ihnen war es das erste Mal, dass sie mit den Waffenübungen vertraut gemacht wurden.

So ließ Jens Nguyen die vier erstmal am Boden Exerzieren. Die Griffe klappten gut und so konnten sie zum Abschluss sogar im Schritt, im Trapp und unter anderem auch im Galopp Ziele bekämpfen.

Die Gewöhnung an den Schuß zeigte sich auch in diesem Jahr wieder als ein unverzichtbares Element des immer wiederkehrenden Trainings. Selbst Pferde mit Reenactmenterfahrung waren auffällig und mussten desensibilisiert werden.

Am Freitag  Nachmittag wurde der Trainingsbetrieb in den Gruppen noch einmal wiederholt.

Zum frühen Abend dann das Formationsreiten. Auch hier musste Wolfgang Klepzig die Truppe auf Vordermann bringen. Die Marschkolonne zu Achten wurde trotz der fortscheitenden Tageszeit gut ausgeführt. Als nach dem Formationsreiten die Pferde und Reiter versorgt waren, erfolgte die Theorieausbildung.

Am Samstag Früh begann die Ausbildung wieder mit dem Formationsreiten. Nach einer Stunde dann der Abmarsch zur Geländeausbildung. Gewählt wurde auch das mittelschwere Gelände der alten Rennbahn am Eselstall bei Quedlinburg. Oft mussten die Marschkolonnen gewechselt werden. Auch zu Einem. Es ging durch engen Baumbewuchs. Klettern Berg ab und Berg auf. An dem berüchtigten Zick-Zackweg vorbei. Dann ein schöner Sandweg in Richtung Quedlinburg. Aber halt! “ wir müssen an die Kameraden mit den Remontepferden denken!“ Es geht im 200er Tempo weiter im Trab. An der Altenburg ein wunderbarer Blick auf Quedlinburg. Dann geht es Berg ab. 60 Höhenmeter müssen heruntergeritten werden. An der Bodebrücke angekommen dann die Mittagspause. Das Essen kommt pünktlich. Die Truppe ist noch frisch. Es gibt keine Ausfälle.

Nach einer Stunde geht es weiter. Wir reiten in Marschkolonne zu Zweien durch die Bode ab. Dann westlich an Quedlinburg vorbei, über eine alte Schießbahn der Russen, weiter in Richtung Halberstadt.

Jetzt wird der Weg zur Ewigkeit. Wir wechseln öfters zwischen Schritt und Trapp. Nach der Überquerung der B6n liegt ein Wiesenweg von ca. 4000 m vor uns. Wieder Trapp und Schritt. Endlich erreichen wir die Tekenberge. Schluchten und Hügel mit Trockengras und Heidekraut säumen den Weg. Unter dem großen Tekenberg machen wir Rast. Unser Koch ist mit Kaffee und Erfrischungen planmäßig vor Ort. Die langen Trapprepriesen haben von Reiter und Pferd ganz schön was abverlangt. Ein Nachwuchsreiter und ein Remontepferd fallen aus. Nach 30 min treten wir den Rückweg an. Das Remontepferd geht an der Hand. Nach 6 km sind wir wieder in Westerhausen.  Die Streckenlänge der Geländeausbildung betrug 30 km, der gerittene Höhenunterschied 80m, die höchste Marschgeschwindigkeit 16kmh und die Durchschnittgeschwindigkeit 7,5kmh. Reine Marschdauer ohne Pausen 4h.

Nach der Theorieausbildung und Auswertung am Abend klang dann der Lehrgang mit einem Kameradschaftsabend aus.

 

Gedankt sei hiermit noch mal dem Ausbildungsleiter Wolfgang Klepzig und unserem Koch Norman Sinna, die mit ihrer höchst möglichen Einsatzkraft zum Gelingen der Seydlitztage beitrugen.

 

Bericht B. Sinna

Bilder von Susanne Schardt-Heusler