VIII. Internationale Deutsche Meisterschaften der Kavallerie

VIII: Kavalleriemeisterschaften 2025, Deutscher Kavallerieverband

 

Schon Tage vor dem 11. September 2025 liegt eine besondere Spannung in der Luft. Uniformen werden auf Hochglanz gebracht, Sättel eingefettet, Stiefel poliert und Kisten voller Ausrüstung sorgfältig gepackt. Man spürt, dass es auf mehr hinausläuft als auf bloßen Wettkampf – es ist ein Wiedersehen von Freunden, Kameraden und Pferdeliebhabern, vereint durch eine Leidenschaft.

 

Am ersten Tag füllt sich der Platz nach und nach mit Leben. Die Pferde werden in den Ställen untergebracht, Zelte und Lager aufgebaut. Bei Franzi in der Meldestelle herrscht gute Laune – sie empfängt jeden mit einem Lächeln und einer Energie, die sofort ansteckend wirkt. Alte Freundschaften werden mit Handschlag und Schulterklopfen erneuert, Gespräche über Training, Pferde und Ausrüstung entstehen. Am Abend sitzen alle beisammen, und das Lager der Polish Lancers wird, wie so oft, zum fröhlichen Mittelpunkt der Gemeinschaft.

 

Der zweite Tag beginnt früh mit dem Abritt zum Schießplatz. Kleine Verzögerungen sorgen für ein Schmunzeln, doch bald knallt es auf dem Truppenübungsplatz. Präzision und Konzentration liegen in der Luft. Am Ende triumphiert Georg Aebi aus der Schweiz als bester Schütze, gefolgt von Helmut Brodka und Werner Zwingmann. Danach geht es hinaus auf die Geländestrecke, die Arndt Günther mit großem Geschick vorbereitet hat. In sechs Gruppen stellen die Reiter ihr Können unter Beweis. Am Ende jubeln die Polish Lancers mit 249 Punkten auf Platz eins, gefolgt von den Kaiserulanen 1 und den Schweizer Dragonern. Später sorgt die Ausrüstungskontrolle noch einmal für Spannung – ein Wettbewerb, bei dem jedes Detail zählt. Hier lagen die Kaiserulanen 1 mit 256 Punkten vor den Württemberger Ulanen mit 254 Punkten und den Kaiserulanen 2 mit 241 Punkten.

Auch dieser Tag endet in geselliger Runde, begleitet von Lachen und Liedern.

 

Am dritten Tag stehen Eleganz und Disziplin im Vordergrund. Dressur, Springen, Exerzieren – die Pferde zeigen, was in ihnen steckt, und die Reiter beweisen ihre feine Hand. Unter der Koordination von Werner Zwingmann läuft alles reibungslos: Helfer tragen Parcoursstangen, stoppen die Zeit und sorgen dafür, dass Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen begeistert sind. Beim Springen siegt Micotaj Dabrowski, während Karl Wollenhaupt im Preisreiten auf Kandare überzeugt. Die Polish Lancers sichern sich den Sieg in der Gruppenbesichtigung – ihre Präzision und Einheit beeindrucken alle. Am Abend sitzen die Teilnehmer erneut zusammen; beim gemeinsamen Essen wird sich ausgetauscht, und manches Glas leert sich schneller, als man zählen kann.

 

Der letzte Tag gehört den Waffen. Die Parcours hatte Hans Pecovnik ausgezeichnet vorbereitet. Mit Lanzen und Säbeln erwacht der Geist der alten Kavallerie noch einmal zum Leben. Über 1125 Meter jagen die Teams durch den Parcours – schnell, präzise, kraftvoll. Erwartungsgemäß triumphieren die Polish Lancers. In den Einzelwettbewerben kann niemand Arthur Brzozowski das Wasser reichen: Mit Lanze und Säbel ist er unschlagbar.

 

Doch so sehr die Sieger glänzen – genauso beeindruckend ist der Zusammenhalt im Hintergrund. Helfer und Organisatoren arbeiten Hand in Hand, damit alles reibungslos gelingt.

 

Als die Meisterschaften schließlich mit einer großen Parade enden, stehen die Besten im Rampenlicht: Internationaler Meister in der Gruppe werden die Polish Lancers, Arthur Brzozowski wird internationaler Einzelmeister. In der deutschen Wertung triumphieren die Kaiserulanen 1 in der Gruppe, und Ben Hammer erringt den Titel Deutscher Meister im Einzel.

 

Doch was bleibt, ist mehr als Schleifen und Pokale. Es ist die Erinnerung an Tage voller Spannung, Kameradschaft und Freude. Zuhause blättert man durch die Bilder von Bettina Lachenmayer, Martina Enderle und Elke Wagner – und erlebt all die Momente noch einmal. Man hört fast das Schnauben der Pferde, das Klirren der Säbel und das Lachen im Lager.

 

Die Meisterschaft ist vorbei – aber die Vorfreude auf die nächste in zwei Jahren hat längst begonnen.

 

Angelika Gützlaff

 

 

Bildergalerie Martina Enderle

 

 

 

Bildergalerie HISTORICA FOTOGRAFIE Bettina Lachenmayer


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