Wenn Tradition auf Adrenalin trifft und Pferde in der Augustsonne glänzen – dann sind die Nesselwanger Reiterspiele wieder in vollem Gange.
Am 15. August 2025 standen Nesselwang ganz im Zeichen bayerischer Reittradition und gelebter Kultur. Unter strahlend blauem Himmel lockten die Nesselwanger Reiterspiele zahlreiche Besucher an – und mittendrin die bayerischen Kaiserulanen, die mit ihrem mitreißenden Showprogramm das Publikum begeisterten.
Der Festtag begann um 10 Uhr mit einem farbenprächtigen Umzug von Nesselwang nach Gschwend: In leuchtenden Uniformen ritten die Kaiserulanen Seite an Seite mit festlich geschmückten Pferden, Kutschgespannen und Musikkapellen durch die Straßen. Schon hier sprang die Begeisterung auf die Zuschauer über. Um 11 Uhr folgte eine feierliche Messe mit Tiersegnung, die die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier spürbar machte.
Ab 12:30 Uhr nahm das Showprogramm Fahrt auf – und um 14:30 Uhr gehörte die Arena ganz den Kaiserulanen. In feldgrauen Uniformen präsentierten sie beeindruckende Mannschaftsexerzierübungen: exakte Richtungswechsel zu Vieren, präziser Galopp in Linie – Disziplin und Harmonie in Perfektion. Später folgte der spannende Waffenparcours, bei dem Lanze und Säbel zum Einsatz kamen. Dank der lebendigen Moderation von Hartwig Lieb erhielten die Besucher einen besonderen Einblick in die Arbeit des deutschen Kavallerieverbandes und in die Gebrauchsreiterei, der sich die Kavalleristen mit ihren Pferden verschrieben haben.
Die Kaiserulanen waren nicht nur Stars der Arena, sondern auch Botschafter für Kameradschaft und Gemeinschaft. Bereits am 14. August reisten sie an, bauten ihr Lager auf und verbrachten nach den Vorstellungen gesellige Abende am Lagerfeuer, bevor sie am 16. August wieder aufbrachen.
Die Nesselwanger Reiterspiele 2025 werden unvergessen bleiben – nicht zuletzt wegen der packenden Auftritte der bayerischen Kaiserulanen, deren Leidenschaft, Können und besondere Beziehung zu ihren Pferden das Herz jedes Besuchers eroberten.
Angelika Gützlaff
Bildergalerie © Angelika Gützlaff
