Die „Coppa d'Oro“ (Goldpokal) war ein prestigeträchtiger Wanderpreis im Reitsport (Springreiten), der in Rom verliehen wurde, und Deutschland gewann diesen von Mussolini gestifteten Preis 1931 im Nationenpreis, was ein bedeutender Sieg für die deutschen Reiter war, die damit ihren Aufstieg im internationalen Reitsport unter Beweis stellten. Der Erfolg von 1931 war der Beginn einer Serie, da Deutschland auch in den Jahren 1932 und 1933 gewann, was diesen Wettbewerb zu einem Höhepunkt für die deutschen Springreiter machte.
Wichtige Details:
Was: Der "Goldpokal" im Reiten, gestiftet von Benito Mussolini.
Wo: Internationales Offizielles Reitturnier (CSIO) in Rom, Italien.
Wann: Deutschland gewann den Preis 1931, 1932 und 1933.
Bedeutung: Der Sieg 1931 markierte den Beginn einer Siegesserie für Deutschland in diesem wichtigen Nationenpreis.
Der Sieg 1931 war ein wichtiger Erfolg für die deutsche Reitsportszene in der Vorkriegszeit und etablierte Deutschland als führende Nation im internationalen Springreiten.
Starke Deutsche
In Rom ritten 1931 nur drei Deutsche, 1932 und 1933 dagegen vier, mit je einem Streichresultat. Richard Sahla stand jedes Mal in der Equipe. Harald Momm, Hermann von Nagel und Heinz Brandt je zweimal. Zu je einem Start kamen Ernst Hasse (Bruder des Olympiasiegers von 1936) und Gustav von Nostiz-Wallwitz. Brandt, der einzige dieser elf Starter, der bei den Olympischen Spielen von 1936 ritt (was die Leistungsdichte der Deutschen der 30er-Jahre aufzeigt), starb als unbeteiligtes Opfer des Anschlages auf Hitler am 20. April 1944. Richard Sahla galt als fröhlich und etwas unkontrollierbar. Harald Momm war ab 1936 Leiter des Springstalls der Kavallerieschule in Hannover und nach dem Krieg Equipenchef der deutschen Springreiter. Die Siegerequipe von 1933 mit Momm, Sahla, Von Nagel und Brandt bot auch ein prominentes Pferdeangebot: Brandt ritt Tora, die er später an Kurt Hasse abgeben musste, der die Stute 1936 zum olympischen Gold führte. Sahla ritt den Schimmel Wotan, mit dem Hermann von Nagel später berühmt wurde. Von Nagel selber hatte Olaf zur Verfügung, auch Olaf ein Pferd, das mit verschiedenen deutschen Reitern erfolgreich war. Harald Momm schliesslich hatte den gleichermassen umschwärmten Baccarat.
